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Heinrichsort und seine Geschichte - Teil 1
Der Studienrat Oskar Müller (*1882 †1964) und seine Frau Gretel (*1885 †1951) haben etwa 1920/21 Grundstücke in Wurzbach-Heinrichsort gekauft. Wann das erste Gasthaus mit Pension errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. Es brannte jedenfalls ab und wurde 1933/34 neu erbaut. In dem Reiseführer "Das obere Saaletal und der Frankenwald" von 1936 wird Heinrichsort ausdrücklich erwähnt und in einer Anzeige im Anhang heißt es:
"Sommerfrische und Gaststätte Heinrichsort erwartet auch Sie! (630 m über NN)
- Neu erbautes Schweizerhaus. 20 Min. vom Rennsteig, ruhig, mitten im Wald gelegen.
Schöner Badeteich, stark radiumhaltige Quelle. Staubfreie Liegewiese. Gute und preiswerte Verpflegung. Autogarage 1/2 Stunde von Bahnstation Wurzbach entfernt. Mietauto."
Erstaunlich, so ist es auch noch heute! Der "Badeteich" eignet sich zwar nicht mehr zum Baden, aber alles andere trifft zu.
In den alten Gästebüchern finden sich zahlreiche begeisterte Eintragungen. Selbst während der schweren Kriegszeit sind die Urlauber des Lobes voll und "gedenken in Dankbarkeit des Aufenthalts im schönen Heinrichsort", so ein Gästebucheintrag.
Das Haus wurde von den Müllers als Familienbetrieb geführt: Gretel Müller war überwiegend für die Küche zuständig, Tochter Ingeborg (*1912 †1985) bewirtete die Gäste und sorgte für deren Unterhaltung, Tochter Ilse (*1914 †1987), später mit Heinrich Spitze (*1909 †1968) verheiratet, achtete auf Reinlichkeit im Hause, während Oskar Müller wohl die Aufgabe des Organisators und Finanziers übernahm. Ingeborg führte dann allein Heinrichsort, 1943 heiratete sie Karl Lenzner (*1891 †1982).
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